Digitale Horizonte

Digitale Horizonte: Gesellschaftlicher Wandel und psychologische Realität im digitalen Zeitalter

Digitale Räume sind nicht neutral. Sie formen Meinungen, verstärken Emotionen und wirken tief in Identität und Lebensgefühl junger Menschen hinein. Fachkräfte in Schule, Jugendhilfe und Beratung erleben zunehmend junge Menschen, die sich zurückziehen, polarisieren oder extremen Haltungen zuneigen. Der Nährboden: vereinfachende digitale Narrative, algorithmisch verstärkte Angstbilder und radikale Online-Subkulturen.

 

Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte, die diesen Entwicklungen nicht hilflos zusehen wollen. Im Zentrum steht die Frage: Wie entsteht digitale Radikalisierung und was können wir pädagogisch, psychologisch und gesellschaftlich entgegensetzen?

 

Behandelt werden zentrale Konzepte wie Framing, Agenda-Setting, Filterblasen, Social Bots, Desinformation und die Konstruktion von Realität in digitalen Medien. Die Teilnehmenden erhalten einen fundierten Einblick in die psychosozialen Mechanismen digitaler Polarisierung – von der Vereinzelung über emotionale Verrohung bis hin zur ideologischen Verhärtung.

 

Dabei werden auch digitale Subkulturen wie die Incel Culture sowie Formen von Nudging, Paternalismus und Doomscrolling beleuchtet. Die Inhalte sind nicht nur theoretisch fundiert, sondern praxisnah aufbereitet, mit Fokus auf Handlungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag.

 

Die Fortbildung befähigt dazu, frühzeitig zu intervenieren, Perspektivwechsel zu fördern und digitale Radikalisierungsdynamiken professionell zu begleiten. Denn: Toleranz kann ausgebildet werden.

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Der Kurs im 
Überblick

Zielgruppe:

Fachkräfte aus Sozialarbeit, Psychologie, Medizin, Schule und Jugendhilfe

Themen:

• Digitale Meinungsbildung
• Radikalisierung
• Polarisierung
• Social Media
• Framing
• Desinformation

Schwerpunkte:

• Schwarz-Weiß-Denken
• algorithmische Verstärkung
• Echokammern
• Vereinzelung
• Incel Culture

Ziele:

• Frühwarnzeichen erkennen
• digitale Narrative deuten
• Radikalisierung vorbeugen

Methodik:

Fachimpuls mit kulturwissenschaftlicher und psychologischer Perspektive, systemische Reflexion, Fallbeispiele

Format:

Präsenz | ganztägig

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