Inhouse-Fortbildung Kinderschutz 2.0: Sexualisierte Gewalt im digitalen Raum erkennen und professionell handeln
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche findet heute nicht mehr nur im analogen Nahfeld statt. Digitale Medien, soziale Netzwerke, Messenger, Gaming-Plattformen und KI-Anwendungen sind längst Teil kindlicher und jugendlicher Lebenswirklichkeit. Sie eröffnen Räume für Kontakt, Beziehung und Entwicklung, aber auch für Cybergrooming, Sextortion, digitale Grenzverletzungen, Deepfakes und die Verbreitung sexualisierter Inhalte.
Viele bestehende Kinderschutzfortbildungen vermitteln wichtige Grundlagen zu Gefährdungseinschätzung, Gesprächsführung, Meldewegen und rechtlichen Fragen. Digitale Tatdynamiken werden dabei jedoch häufig nur am Rand behandelt. Genau hier setzt diese Fortbildung an.
Die Inhouse-Fortbildung Kinderschutz 2.0 richtet sich an Fachkräfte aus Jugendhilfe, Kinderschutz, Medizin, Psychologie, Psychiatrie, Beratung, Schule und therapeutischen Arbeitsfeldern. Sie vermittelt ein vertieftes Verständnis für sexualisierte Gewalt im digitalen Raum und stärkt die professionelle Handlungssicherheit in Prävention, Intervention, Fallverstehen und institutioneller Praxis.
Digitalen Kinderschutz fachlich verstehen
Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich auf Plattformen wie TikTok, Instagram, Snapchat, WhatsApp, Discord, Roblox oder Telegram. Dort entstehen Zugehörigkeit, Beziehung, Anerkennung und Intimität. Gleichzeitig nutzen Täter:innen genau diese Räume für Kontaktaufnahme, Manipulation, Anbahnung und Erpressung.
Die Fortbildung vermittelt einen fundierten Einblick in aktuelle digitale Tatdynamiken und Plattformlogiken. Behandelt werden unter anderem Cybergrooming, Sextortion, digitale sexualisierte Gewalt unter Gleichaltrigen, Deepfakes, KI-generierte Inhalte, Pornografiekonsum im Kindes- und Jugendalter sowie Täterstrategien im Deep Web und Dark Web.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Risiken erkannt, fachlich eingeordnet und professionell bearbeitet werden können. Ziel ist eine fachlich fundierte Erweiterung bestehender Kinderschutzkompetenz.
Typische Anlässe für eine Inhouse-Fortbildung
Diese Fortbildung ist geeignet, wenn Fachkräfte in ihrer Praxis mit Fragen konfrontiert sind wie:
- Wie erkennen wir Cybergrooming, Sextortion oder digitale sexuelle Erpressung?
- Welche Plattformen spielen bei digitalen Tatdynamiken eine Rolle?
- Wie gehen Täter:innen online vor und wie verändern sich Täterstrategien durch KI?
- Welche Rolle spielen Gaming-Plattformen, Messenger und private Gruppenräume?
- Wie sprechen wir mit Kindern und Jugendlichen über digitale Grenzverletzungen, Scham und Erpressung?
- Wie unterscheiden wir sexuelle Exploration, Grenzverletzung und Ausbeutung?
- Wie können bestehende Schutzkonzepte um digitale Perspektiven ergänzt werden?
- Welche Handlungssicherheit brauchen Fachkräfte im Umgang mit digitaler sexualisierter Gewalt?
Inhalte der Fortbildung
Die Fortbildung verbindet Kinderschutz, Medienpädagogik, Sexualwissenschaft und digitale Risikokompetenz.
Behandelt werden unter anderem:
- Cybergrooming und Täterstrategien im Netz
- Sexting und selbstproduziertes sexualisiertes Material
- Sextortion und digitale sexuelle Erpressung
- Deepfakes und KI-generierte sexualisierte Inhalte
- Plattformdynamiken auf TikTok, Snapchat, Discord, Telegram, Roblox und weiteren Diensten
- Gaming-Plattformen als Kontakt- und Anbahnungsräume
- Pornografiekonsum im Kindes- und Jugendalter
- sexuelle Grenzverletzungen im digitalen Raum
- Deep Web, Dark Web und Täterorganisation
- Gesprächsführung mit Betroffenen und Bezugspersonen
- Prävention, Intervention und Schutzfaktoren
- digitale Perspektiven auf bestehende Schutzkonzepte
Ziele der Fortbildung
Die Teilnehmenden gewinnen Sicherheit darin, digitale sexualisierte Gewalt fachlich einzuordnen, Risiken frühzeitig zu erkennen und professionell zu handeln.
Ziele sind:
- Cybergrooming, Sextortion und digitale Grenzverletzungen besser erkennen
- Plattformlogiken und Täterstrategien verstehen
- KI, Deepfakes und neue digitale Risiken im Kinderschutz einordnen
- Gesprächssicherheit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern stärken
- Handlungssicherheit in Prävention, Intervention und Fallarbeit gewinnen
- bestehende Schutzkonzepte um digitale Perspektiven ergänzen
- eine professionelle Haltung entwickeln, die weder dramatisiert noch verharmlost
Zielgruppe
Die Fortbildung richtet sich an Teams und Fachkräfte aus:
- Jugendamt und Jugendhilfe
- Kinderschutzambulanzen und Fachberatungsstellen
- Klinik, Psychiatrie und Psychotherapie
- Schule und Schulsozialarbeit
- Sozialarbeit und Beratung
- Medizin und Psychologie
- stationären und ambulanten Einrichtungen
- Trägern und Einrichtungen im Kinderschutz
Methodik
Die Fortbildung verbindet wissenschaftliche Einordnung mit hoher Praxisnähe. Eingesetzt werden Fachimpulse, aktuelle Studien, reale Plattformbeispiele, Fallvignetten, systemische Reflexion und konkrete Übertragungen in den Arbeitsalltag.
Die Inhalte werden so aufbereitet, dass sie in Jugendämtern, Kinderschutzambulanzen, Kliniken, Beratungsstellen, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe direkt anschlussfähig sind.
Format
Die Fortbildung ist bundesweit als Inhouse-Fortbildung buchbar.
Mögliche Formate:
- 6-stündige Inhouse-Fortbildung
- eintägiger Fachtag
- zweitägige Vertiefung
- Teamfortbildung für Einrichtungen und Träger
- Fachimpuls im Rahmen von Fachtagen oder internen Fortbildungsreihen
Die Inhalte werden an Zielgruppe, Arbeitsfeld, Vorwissen und institutionelle Fragestellungen angepasst.
Honorar und Formate
6-stündige Inhouse-Fortbildung
1.300 € zzgl. Reise- und gegebenenfalls Übernachtungskosten
2-tägige Inhouse-Fortbildung
2.000 € zzgl. Reise- und gegebenenfalls Übernachtungskosten
Der Umfang der zweitägigen Fortbildung umfasst in der Regel zwei Fortbildungstage mit jeweils ca. fünf Zeitstunden sowie Vorbereitung und Anpassung an Zielgruppe, Arbeitsfeld und Einrichtung.
Auf Anfrage können Fortbildungen auch als modulare Weiterbildung oder interne Fortbildungsreihe gestaltet werden.
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