Parallelwelten

Digitale Parallelwelten: Inhouse-Fortbildung zu Gaming, Social Media, Pornografie und Medienabhängigkeit

Digitale Medien prägen das Denken, Fühlen und Handeln von Kindern und Jugendlichen. Gaming, Social Media, Streaming, Messenger und pornografische Inhalte beeinflussen nicht nur Freizeitverhalten. Sie wirken in Entwicklungsprozesse, Beziehungsgestaltung, Selbstwahrnehmung, Sexualität und psychische Stabilität hinein.

 

Viele Einrichtungen erleben, dass digitale Themen im pädagogischen, beratenden oder therapeutischen Alltag zunehmend Raum einnehmen. Jugendliche ziehen sich zurück, verbringen viele Stunden in Online-Games, geraten über Social Media unter Druck, konsumieren früh pornografische Inhalte oder übernehmen digitale Narrative, die Selbstbild, Beziehung und Realitätserleben prägen.

 

Diese Inhouse-Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus Jugendhilfe, Suchtberatung, Schule, Schulsozialarbeit, Klinik, Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialarbeit, Jugendamt und Kinderschutz. Sie versteht sich als fachliches Update für Teams, die digitale Lebenswelten, Medienabhängigkeit, Gaming Disorder, Internetnutzungsstörung, Social Media und Pornografiekonsum differenziert einordnen möchten.

 

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Inhalte, Plattformlogiken und Bindungsmechanismen auf junge Menschen wirken und wie Fachkräfte daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten für Beratung, Prävention, Elternarbeit und institutionelle Praxis entwickeln können.

Digitale Lebenswelten fachlich verstehen

Kinder und Jugendliche bewegen sich heute in digitalen Räumen, die Beziehung, Zugehörigkeit, Anerkennung, Sexualität und Identität mitprägen. Online-Games, soziale Netzwerke, Videoplattformen und pornografische Inhalte sind dabei nicht nur Medienangebote, sondern bilden Erfahrungsräume.

 

Die Fortbildung vermittelt einen tiefen Einblick in psychosoziale, medienpädagogische und suchtbezogene Dynamiken digitaler Nutzung. Behandelt werden unter anderem parasoziale Beziehungen, algorithmische Plattformlogiken, Belohnungssysteme, Aufmerksamkeitsbindung, Data Manipulation, vermeintliche Psychoedukation auf Social Media und die Normalisierung pornografischer Inhalte.

 

Ziel ist ausdrücklich nicht, digitale Medien pauschal zu problematisieren. Vielmehr geht es darum, einen differenzierten Blick auf Chancen, Risiken, Schutzbedarfe und Handlungsoptionen zu eröffnen.

Typische Anlässe für eine Inhouse-Fortbildung

Diese Fortbildung ist geeignet, wenn Fachkräfte in Ihrer Einrichtung mit Fragen konfrontiert sind wie:

 

  • Wie unterscheiden wir intensive Mediennutzung von problematischer Nutzung oder Medienabhängigkeit?
  • Was bedeutet Gaming Disorder für Beratung, Jugendhilfe, Schule oder Klinik?
  • Wie wirken Online-Games, Social Media und Pornografie auf Entwicklung, Beziehung und Selbstbild?
  • Wie sprechen wir mit Jugendlichen über Gaming, Pornografie, Influencer, Social Media oder digitale Beziehungen?
  • Wie gehen wir mit Eltern um, die zwischen Sorge, Kontrolle und Überforderung stehen?
  • Welche Rolle spielen Pornografiekonsum, Sextortion, Deepfakes und digitale Grenzverletzungen im Kinderschutz?

 

Wie können bestehende Medienkonzepte, Schutzkonzepte oder pädagogische Leitlinien fachlich ergänzt werden?

Inhalte und Module

Digitale Lebenswelten und Medienrealität

Social Media, Plattformlogiken, Algorithmen, parasoziale Beziehungen, Selbstdarstellung, digitale Selbstbilder, vermeintliche Psychoedukation und Realitätskonstruktion.

Gaming, Gaming Disorder und Internetnutzungsstörung

Online-Games, Belohnungssysteme, Bindungsmechanismen, Kontrollverlust, Priorisierung der Nutzung, In-Game-Käufe, Free-to-play-Modelle und medienassoziierte Verhaltenssüchte.

Pornografie in Kindheit und Jugend

Früher Erstkontakt, psychosexuelle Entwicklung, Unterscheidung von Sexualität und Pornografie, sexuelle Skripte, Konsummuster, problematische Nutzung und sexuelle Gesundheit.

Digitale sexualisierte Gewalt und Kinderschutz

Sextortion, Grooming, Deepfakes, KI-generierte sexualisierte Inhalte, digitale Grenzverletzungen, Täterstrategien, Schutzfaktoren und Gesprächsführung mit Betroffenen und Bezugspersonen.

Beratung, Prävention und Elternarbeit

Medienerziehung, Medienbegleitung, Gesprächsführung mit Jugendlichen, Arbeit mit Erziehenden, Risikoeinschätzung, Schutzbedarfe, Intervention und Prävention.

Institutionelle Handlungssicherheit

Die Fortbildung kann Einrichtungen dabei unterstützen, bestehende Medienkonzepte, Schutzkonzepte oder pädagogische Leitlinien um aktuelle Perspektiven zu Gaming, Social Media, Pornografie, KI, Sextortion und digitalem Kinderschutz zu ergänzen.

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Ziele der Fortbildung

Die Teilnehmenden gewinnen Sicherheit darin, digitale Nutzungsmuster fachlich einzuordnen, Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessen zu handeln.

 

Ziele sind: 

  • Medienabhängigkeit, Gaming Disorder und Internetnutzungsstörung besser verstehen
  • problematische Mediennutzung von altersgemäßer Nutzung unterscheiden
  • Pornografiekonsum in Kindheit und Jugend fachlich einordnen
  • digitale Risiken wie Sextortion, Deepfakes und Grooming erkennen
  • Gesprächssicherheit mit Jugendlichen, Eltern und Bezugspersonen stärken
  • pädagogische, beratende und therapeutische Handlungsmöglichkeiten entwickeln
  • digitale Themen in bestehende Schutz- und Medienkonzepte einordnen
  • eine professionelle Haltung entwickeln, die weder dramatisiert noch verharmlost

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Teams und Fachkräfte aus:

 

    • Suchtberatung
    • Jugendhilfe und Jugendamt
    • Schule und Schulsozialarbeit
    • offener Kinder- und Jugendarbeit
    • Klinik, Psychiatrie und Psychotherapie
    • Sozialarbeit und Beratung
    • Medizin und Psychologie
    • Kinderschutz
    • stationären und ambulanten Einrichtungen

Methodik

Die Fortbildung verbindet Fachinput mit Praxisbezug. Zum Einsatz kommen wissenschaftliche Einordnung, medienpädagogische und sexualwissenschaftliche Perspektiven, suchtbezogenes Fallverstehen, systemische Reflexion, Fallbeispiele und Austausch zu konkreten Handlungsmöglichkeiten.

 

Die Inhalte werden so aufbereitet, dass sie in Beratung, Prävention, Elternarbeit, Hilfeplanung, Schulsozialarbeit, Klinikalltag und institutionelle Konzepte übertragen werden können.

Format

Die Fortbildung ist bundesweit als Inhouse-Fortbildung buchbar.

 

Mögliche Formate:

  • 6-stündige Inhouse-Fortbildung
  • eintägiger Fachtag
  • zweitägige Vertiefung
  • mehrmodulige Weiterbildung für Teams und Träger
  • Fallwerkstatt mit konkreten Fällen aus der Einrichtung
  • fachliche Ergänzung bei der Weiterentwicklung von Medienkonzepten oder Schutzkonzepten

 

Die Fortbildung wird inhaltlich an Zielgruppe, Arbeitsfeld und Vorwissen der Einrichtung angepasst.

Honorar und Formate

6-stündige Inhouse-Fortbildung
1.300 € zzgl. Reise- und gegebenenfalls Übernachtungskosten

 

2-tägige Inhouse-Fortbildung
2.000 € zzgl. Reise- und gegebenenfalls Übernachtungskosten

 

Die zweitägige Fortbildung umfasst in der Regel zwei Fortbildungstage mit jeweils ca. fünf Zeitstunden sowie Vorbereitung und Anpassung an Zielgruppe, Arbeitsfeld und Einrichtung.

 

Auf Anfrage können Fortbildungen auch als modulare Weiterbildung oder interne Fortbildungsreihe gestaltet werden.

Bundesweite Inhouse-Fortbildung anfragen

Die Fortbildung kann bundesweit für Einrichtungen, Träger, Kliniken, Schulen, Beratungsstellen, Jugendämter und Fachstellen durchgeführt werden. Wenn Sie Ihr Team zu Gaming Disorder, Social Media, Pornografiekonsum, Medienabhängigkeit oder digitalem Kinderschutz fortbilden möchten, nehmen Sie gerne Kontakt auf.

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